US Soldaten sind Freunde der Komplementärmedizin

Ergebnisse einer Befragung

Rund 32.000 Soldaten der amerikanischen Streitkräfte wurden 2005 mittels Fragebögen hinsichtlich der Verwendung von komplementärmedizinischen Arzneien bzw. Anwendungen befragt. Rund 16.000 Fragebögen kamen auswertbar zurück.

Ungefähr 45% der Befragten gaben wenigstens ein komplementärmedizinisches Verfahren an, das von ihnen genutzt worden war. Damit ist der Anteil bei den Soldaten höher im Vergleich zur US Gesamtbevölkerung (ca. 37% – Mittelwert zweier Umfragen aus den Jahren 2002 und 2007). Eine höhere Bildung und gehobenes Alter waren deutlich mit der Nutzung komplementärmedizinischer Angebote assoziiert, während sportlich aktive Soldaten am wenigsten auf komplementärmedizinische Angebote zurückgriffen. Hauptgrund für die Anwendung komplementärmedizinischer Verfahren war Stressminderung. Die am häufigsten genannten Verfahren waren Gebete (24%), Massagen (14%) und Entspannungstechniken (11%).

Einschätzung:
Eine ausführliche Analyse, die leider mit zahlreichen (nicht kritischen) Flüchtigkeitsfehlern versetzt ist. Die Auffassung, Gebete für die eigene Gesundheit als komplementärmedizinisches Verfahren zu werten, ist sicherlich diskutierbar. Beim Vergleich "Soldaten gegen Gesamtbevölkerung" sind Gebete aber nicht mit einbezogen worden.

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Literatur
  1. Goertz C, Marriott BP, Finch MD, Bray RM, Williams TV, Hourani LL, Hadden LS, Colleran HL, Jonas WB. Military report more complementary and alternative medicine use than civilians. J Altern Complement Med. 2013 Jun;19(6):509-17. > Abstract
 
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Dr. Jürgen Clausen
Fachbereich Wissenschaftliche Recherche und Forschung
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