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Traubenkernextrakt gegen das Vergessen

Hoffnung auf die Prävention von Alzheimer
Den für die Alzheimer-Krankheit verantwortlichen sogenannten Amyloid-ß-Oligomeren (einem Verbund aus bestimmten Eiweißstoffen, die unter anderem auch Ablagerungen im Gehirn bilden) kann vielleicht etwas entgegengesetzt werden. So lautet jedenfalls das Fazit einer aktuellen experimentellen Untersuchung an Mäusen.

Schon in vergangenen Forschungsexperimenten am Zell-Modell konnte gezeigt werden, dass der polyphenolhaltige Extrakt aus Traubenkernen die gefürchteten, Gedächtnisverlust verursachenden Ablagerungen im Hirn bekämpfen kann.

So gab man Mäusen, die die genetische Veranlagung hatten, dem Alzheimer ähnliche Merkmale zu entwickeln, über einen Zeitraum von fünf Monaten eine Menge an Traubenkernextrakt, die dem täglichen Konsum von einem Gramm beim Menschen entspräche. Die Analyse nach den fünf Monaten ergab, dass die verantwortlichen Amyolid-ß-Oligomere durch die regelmäßige Gabe von Traubenkernextrakt reduziert werden konnten, was sich in der verbesserten Gedächtnisleistung der Mäuse zeigte.

Einschätzung
Die Ergebnisse dieser experimentellen Untersuchung lässt auf die Möglichkeit hoffen, Alzheimer in Zukunft vorbeugen bzw. bei vorhandener Erkrankung den Krankheitsprozess verzögern zu können. Studien mit menschlichen Probanden sind jedoch nötig, um weitere Erkenntnisse auf diesem Gebiet zu erlangen. Die Schwierigkeit liegt derzeit jedoch noch in der Tatsache, dass bis dato nicht festgestellt werden kann, ob ein Mensch eine Veranlagung für eine Alzheimer-Erkrankung hat. Somit bleibt nur, die Wirkung des Traubenkernextraktes an schon erkrankten Menschen zu testen.

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Literatur
  1. Liu P, Kemper LJ, Wang J, Zahs KR, Ashe KH, Pasinetti GM. Grape seed polyphenolic extract specifically decreases Aß*56 in the brains of Tg2576 mice. J Alzheimer's Dis 2011; 26:657-666 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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