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Sojamilch trinken für schlanke Hüften

Körperfülle kann reduziert werden, das Herzinfarktrisiko jedoch nicht
Produkte aus Sojabohnen wie z.B. Sojamilch standen bisher primär im Fokus der Forschung zu Wechseljahresbeschwerden. Eine iranische Studie beleuchtet nun die Effekte von Sojamilch auf den Körperumfang und die Herzgesundheit von Frauen jüngeren und mittleren Alters.
 
30 Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren mit einem BMI (Body Mass Index) von mehr als 25 kg/m2 wurden nach dem Zufallsprinzip auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe trank vier Wochen lang täglich ein Glas Sojamilch, die zweite ein Glas Kuhmilch. Nach einer Washout-Phase von zwei Wochen wechselte die erste Gruppe für weitere vier Wochen auf Kuhmilch, die andere dementsprechend auf Sojamilch. Während der gesamten Zeit wurden den Probanden keine Vorgaben hinsichtlich ihrer sportlichen Aktivitäten gemacht. Die Probanden trainierten aber nicht mehr oder weniger als vor der Studie. Sie wurden angehalten, einen um 200 bis 500 kcal pro Tag reduzierten Diätplan einzuhalten.

Zwar konnte das Körpergewicht der Frauen nicht signifikant durch den täglichen Genuss der Sojamilch reduziert werden, wohl aber der Taillenumfang (mittlerer Wert = 2,15 cm). Leider konnte die Hypothese der Wissenschaftler hinsichtlich positiver kardiovaskulärer Effekte in dieser Kurzzeitstudie nicht bestätigt werden. Die Blutdruckwerte, der für die Blutgerinnung relevante Fibrinogen-Spiegel sowie der Glukose- und Insulinstoffwechsel bewegten sich in beiden Gruppen auf ähnlichem Niveau.

Einschätzung:
Trotz einiger methodischer Stärken weist die Studie leider auch diverse Schwächen auf. Beispielsweise hätte man die durch die Probandinnen einzuhaltende Diät besser kontrollieren können, indem man detailliertere Vorgaben gemacht hätte. Des Weiteren wäre ein längerer Interventionszeitraum effektiver gewesen, um die hypothetisch herzschützenden Eigenschaften des regelmäßigen Genusses von Sojamilch zu untersuchen. Da Sojamilch reich an positiv wirkenden Inhaltsstoffen wie Isoflavonen, essenziellen Fettsäuren, Phytosterolen u.a. ist, wäre eine weiterführende Untersuchung unter Berücksichtigung dieses Gesichtspunktes sinnvoll.

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Literatur
  1. Keshavarz SA, Nourieh Z, Attar MJH, Azadbakht L. Effect of soymilk consumption on waist circumference and cardiovascular risks among overweight and obese female adults. Int J Prev Med 2012; 3(11): 798-805 > Abstract
 
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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