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Pflaumen: lecker und gesund

Ob als frische Frucht, Saft oder getrocknet - Pflaumen gelten als gesundheitsfördernd. Was sagt die Forschung?
Leuchtend gelb, rot und violett laden zurzeit auf Märkten und in Geschäften die Früchte der Chinesischen (Prunus salicina) und der Europäischen Pflaume (Prununs domestica) zum Verzehr ein. Ihre Nährstoffzusammensetzung, insbesondere der hohe Gehalt an Polyphenolen, macht dieses Obst auch für die Medizinforschung interessant.

Wissenschaftler der australischen Wollongong University haben die bis Juni 2015 in peer-reviewed Journalen publizierten, englischsprachigen Studien zusammengestellt und ausgewertet [1]. Eingeschlossen wurden In-vitro-Arbeiten, Tierexperimente und Klinische Studien, in denen die Wirkung der oben genannten Pflaumenarten als frisches Obst, Trockenfrucht oder Saft auf gesundheitliche Parameter untersucht wurde. Insgesamt 73 Publikationen entsprachen den Einschlusskriterien, darunter 19 In-vitro-Experimente, 29 Tierexperimente und 25 klinische Studien an Menschen. Untersucht wurde der Einfluss auf die Knochengesundheit, das antikanzerogene und antientzündliche Potenzial, sowie die anti-oxidative Kraft und ihre Wirkung auf die Kognition. Des Weiteren wurde der Effekt von Pflaumen auf die Verdauung, den Stoffwechsel und das Immunsystem untersucht. Die Ergebnisse aus In-vitro-Studien konnten zum Teil in Tierexperimenten und Klinischen Studien bestätigt werden. Letztere sind jedoch insgesamt aufgrund ihres Studiendesigns von mittelmäßiger Qualität.
 
Die Ergebnisse aller Studien zusammen genommen deuten darauf hin, dass Pflaumen folgende gesundheitliche Eigenschaften haben:
  • Pflaumen wirken positiv auf die Knochengesundheit
  • ihr Verzehr ist mit einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten verbunden
  • Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden herabgesetzt
  • sie wirken anti-oxidativ, antiallergen und antimikrobiell
Einschätzung
Die Ergebnisse einiger Studien sind sehr vielversprechend, jedoch ist die Evidenz zu den gesundheitlichen Effekten von Europäischen und Chinesischen Pflaumen noch zu gering, um eindeutige Aussagen treffen zu können. Weitere, hochwertigere Studien, die auf den bisherigen Ergebnissen aufbauen, sind erforderlich.
In der Zwischenzeit können wir einfach die süßen Früchte genießen, denn in keiner der Studien wurden unerwünschte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit ihrem Verzehr beobachtet.
 
Literatur
  1. Igwe EO, Charlton KE. A systematic review on the health effects of plums (Prunus domestica and Prunus salicina). Phytother Res 2016; 30(5): 701-731. > Abstract
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Petra Koczy, Dipl.-Biol.
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