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11.06.2015

Perspektivwechsel in der Medizin

Neue Wege in die Gesundheitsversorgung
Peter C. Gøtzsche, Autor des Buches Tödliche Medikamente, hat die Wirksamkeit vieler medikamentöser und anderer Therapieverfahren im Rahmen der Cochrane Collaboration untersucht. Sein Fazit: "Für die meisten Interventionen liegen keine klaren Beweise für die Wirksamkeit vor und viel häufiger, als uns lieb ist, sind die Nebenwirkungen langfristig ernsthafter als die positiven Wirkungen, die oft nur kurzfristig untersucht sind".

Dennoch wird der Erfolg der modernen Medizin meist einem Mehr an Behandlung zugeschrieben. Warum ist das so? Muss man das biomedizinische Paradigma, den Körper als eine Maschine zu betrachten, die es zu reparieren gilt, hinterfragen? Ist das Verlangen nach mehr Interventionen überhaupt sinnvoll, oder müssten wir vielmehr lernen zu unterscheiden, welche Eingriffe hilfreich sind und welche nicht? Gibt es Alternativen zur Behandlung? Ist Nicht-Behandeln legitim? Diese Fragen standen im Zentrum eines Symposiums, das die Carstens-Stiftung gefördert hat.

Video-Dokumentation:
Wer am Symposium nicht teilnehmen konnte oder die Vorträge noch einmal nacherleben möchte, findet nun auf den Seiten des INTRAG jeden Redebeitrag als kostenloses Video. Zur Videodokumentation.

Bericht des Ärzteblattes:
Das Deutsche Ärzteblatt fasst die Tagung unter dem Titel "Perspektivwechsel in der Medizin" ausführlich zusammen. Zum Artikel.

Es diskutierten unter anderen Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Dr. Wolfgang Klitzsch, ehemaliger Geschäftsführer der Ärztekammer Nordrhein, Prof. Ulrich Schwantes von der Medizinischen Hochschule Brandenburg, Prof. Klaus Linde vom Lehrstuhl für Allgemeinmedizin der TU München, Prof. Harald Walach, Leiter des In­sti­tuts für trans­kul­turelle Gesundheits­wissen­schaften an der Europa-Universität Viadrina, Prof. Robert Jütte, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung und Prof. Andreas Michalsen, Vorstandsvorsitzender der Carstens-Stiftung.

 
 
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herausgegeben von Bettina Berger. [mehr]
 
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