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Nur für Tomatenfreunde

Täglich Tomaten essen kommt Diabetes-Patienten zugute
Tomaten sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen, insbesondere an dem herzschützenden Lycopin. Von der protektiven Wirkung des roten Nachtschattengewächses könnten Diabetes-Patienten profitieren, wie iranische Wissenschaftler nun festgestellt haben.

Im Rahmen einer unkontrollierten Studie nahmen die 32 an Diabetes Typ 2 erkrankten Probanden über einen Zeitraum von zwei Monaten täglich 200 Gramm rohe Tomaten (jeweils zur Mittagszeit) zu sich. Gleichzeitig waren sie angehalten, ihre sonstigen Ernährungsgewohnheiten sowie ihr körperliches Bewegungspensum beizubehalten.

Die Blutdruckmessungen nach der Beobachtungszeit verliefen erfreulich, denn sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck der Patienten konnte durch die regelmäßige Tomatenkost bedeutend gesenkt werden. Außerdem ergab die Blutserumanalyse am Ende der Studie einen Anstieg des im Kontext mit dem Fettstoffwechsel wichtigen Wertes Apolipoproteins A-1. Keine wesentlichen Effekte der tomatenlastigen Ernährung konnte auf den Homocysteinlevel und dem im Zusammenhang mit dem LDL-Cholesterin (bekannt als das „böse Cholesterin“) wichtigen Apolipoprotein B-Wert festgestellt werden.

Einschätzung
Da Tomaten ein niedrig-glykämisches Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Antioxidantien darstellen, passen sie sehr gut in den Diätplan eines Diabetikers. Dies spiegelt sich zunächst einmal auch in dem Ergebnis der vorliegenden Studie wieder.

Ein interessanter Aspekt im Hinblick auf den Benefit eines hohen Tomatenkonsums für Diabetiker wäre natürlich auch der Effekt auf den Triglyzeridwert gewesen, der aber in dieser Studie nicht in die Betrachtungen miteinbezogen wurde. Außerdem stellt sich die Frage, warum rohe Tomaten verwendet worden sind, wird durch den Konsum von gegarten Tomaten doch weitaus mehr Lycopin vom Körper aufgenommen. Diese und weitere Aspekte wie zum Beispiel die Einbringung einer Kontrolle sowie ein längerer Beobachtungszeitraum sollten für zukünftige Studien berücksichtigt werden.

Bis dahin gilt: Wer als Diabetiker Tomaten liebt, sollte sie hemmungslos verspeisen. Wer keine Tomaten mag, sollte sich ein anderes Obst oder Gemüse mit hohem Antioxidantiengehalt suchen.

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Literatur
  1. Shidfar F, Froghifar N, Vafa M, Rajab A, Hosseini S, Shidfar S, Gohari M. The effects of tomato consumption on serum glucose, apolipoprotein B, apolipoprotein A-I, homocysteine and blood pressure in type 2 diabetic patients. Int J Food Sci Nutr 2011; 62(3): 289-294 > Abstract
 
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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