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30.04.2015

Neue Umfrage: Naturheilmittel in Deutschland

Hohe Akzeptanz und volkswirtschaftliche Bedeutung
Unter der Federführung von Prof. Dr. Jürgen Wasem, Lehrstuhlinhaber für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen, erstellte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest eine repräsentative Umfrage zum Thema Naturheilmittel. Insgesamt 1006 Erwachsene nahmen an den 10-minütigen Telefoninterviews teil.

Was wird unter Naturheilmitteln verstanden?
Auf die Frage hin, was die Teilnehmer eigentlich zu den Naturheilmitteln zählten, nannten 87% pflanzliche Arzneimittel, direkt dahinter folgten mit 86% auch "Hausmittel" wie etwa eine heiße Zitrone bei Erkältung, Wadenwickel oder Fieber. 77% zählen auch Gesundheitstees und 70% Gesundheitsbäder dazu, Homöopathika 58%.

Woher werden Naturheilmittel bezogen?
96 % der Befragten erwerben ihre Gesundheitsprodukte in erster Linie in Apotheken, die damit die wichtigste Bezugsquelle darstellen. Die weiteren Top-Antworten: Reformhäuser, Natur- und Bioläden sowie Drogerien folgen mit 89%, 88% und 87%, über das Internet bestellen 84% der Umfrageteilnehmer ihre Produkte.

Wie werden Naturheilmittel bewertet?
Der Großteil der Befragten, nämlich 86%, hat bereits eigene Erfahrungen mit Naturheilmitteln gesammelt. Diese Gruppe wurde gebeten zu erläutern, weshalb sie sich für den Einsatz dieser Mittel entschieden hat. 89% gaben an, dass sie Naturheilmittel vor allem wegen ihrer guten Verträglichkeit wählen, 80% wegen ihrer Wirksamkeit und ihrem Nutzen.

Hohe volkswirtschaftliche Bedeutung
Für Naturheilmittel wird nicht nur ein Umsatz von mehr als 3,3 Milliarden Euro angenommen – auch die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland, die direkt oder indirekt vom Naturheilmittelmarkt abhängen, ist interessant. So wurden neben den landwirtschaftlichen Heilpflanzen-Produzenten auch die Beschäftigten der Naturheilmittel-Hersteller mit rund 30.000 Arbeitsplätzen gezählt. 35.000 finden sich bei Heilpraktikern und Homöopathen, 23.113 in Praxen ambulant tätiger Ärzte, 9.176 beim Apothekenpersonal, 2.467 in Drogeriemärkten, 2.250 in Reformhäusern und 1.058 im pharmazeutischen Großhandel. Aus dieser Perspektive haben insgesamt 103.064 Personen beruflich in der einen oder anderen Weise mit Naturheilmitteln zu tun.

Einsparungen für das Gesundheitssystem
"Der Patient, der direkt in der Apotheke, in geringerem Umfang auch in der Drogerie, ein Naturheilpräparat kauft, spart der Krankenkasse Geld", so Prof. Wasem. Es sei davon auszugehen, dass für einen Euro, der in der Selbstmedikation ausgegeben werde, ca. drei bis vier Euro bei der Krankenkasse eingespart werden.
 
Literatur
  1. Schöne, Lajos: Naturheilmittel: Hohe Akzeptanz in Deutschland. In: Phytokompass 2 (2015), S.6-7, (c) Komitee Forschung Naturmedizin
 
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Michèl Gehrke, M.A.
Michèl Gehrke, M.A.
Pressesprecher
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