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Neue Erfolge bei Leishmaniose

Südamerikanische Pflanze vielversprechend

Leishmanien sind Parasiten, die durch Mücken übertragen werden. In Mittel- und Südamerika verursachen die Parasiten eine besonders schwere Form der Leishmaniose, die zu großflächigen Geschwüren und Gewebeverlusten im Gesicht führt. Die Heilungstendenz ist gering, und nur durch Einsatz von Chemotherapeutika ist bisher eine effektive Behandlung möglich. Unter Umständen auftretende, unerwünschte Nebenwirkungen bei diesen Therapien sind die Ursache für eine rege Aktivität auf dem Forschungssektor zur alternativen Behandlung der Leishmaniose.

In einer neuen Studie wurde die organische Verbindung Mammea A/BB aus der südamerikanischen Pflanze Calophyllum brasiliense isoliert und hinsichtlich ihrer anti-parasitären Wirkung untersucht (1).

In Laborversuchen wurden an Leishmaniose erkrankte Mäuse für 30 Tage mit Mammea A/BB (einer Cumarin-Verbindung) behandelt. Kontrollgruppen von Mäusen wurden entweder konventionell behandelt (Positivkontrolle), mit Placebo behandelt oder blieben komplett unbehandelt. Die Behandlung mit Mammea A/BB reduzierte die Geschwüre deutlich gegenüber den unbehandelten oder placebobehandelten Tieren, und die erzielten Ergebnisse waren vergleichbar mit der Positivkontrolle. Dabei war es nicht von Bedeutung, ob Mammea A/BB injiziert oder als Salbe aufgetragen wurde.

Einschätzung
Die Beschreibung der Versuche und die Ergebnisauswertung sind auch für einen Kurzbericht, worum es sich bei dieser Veröffentlichung handelt, etwas spärlich. Eine zuverlässige Bewertung der Ergebnisse ist somit nicht möglich, wenn auch die bisherigen Daten vielversprechend erscheinen.

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Literatur
  1. Tiuman TS, Brenzan MA, Ueda-Nakamura T, Filho BP, Cortez DA, Nakamura CV. Intramuscular and topical treatment of cutaneous leishmaniasis lesions in mice infected with Leishmania amazonensis using coumarin (-) mammea A/BB. Phytomedicine. 2012 Oct 15;19(13):1196-9. > Abstract
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Dr. Jürgen Clausen
Fachbereich Wissenschaftliche Recherche und Forschung
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