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Natürliche Migräneprophylaxe

Rinde der Monterey-Kiefer plus Vitamin C wirken vorbeugend
Migräneattacken verhindern oder zumindest lindern zu können, ohne Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen, wäre für jeden Betroffenen sicherlich eine verlockende Vorstellung. Die standardmäßig in der Migräneprävention verwendeten Beta-Blocker, Kalziumantagonisten oder trizyklischen Antidepressiva bereiten vielen jedoch zusätzliche, zum Teil erhebliche Probleme durch unerwünschte Effekte wie medikamenteninduzierten Kopfschmerz oder Kribbeln in den Fingern, im schlimmsten Fall sogar bleibende Schäden durch das Auftreten eines migränösen Infarkts.
Es existieren bereits eine Reihe von alternativen medikamentösen Behandlungsansätzen auf pflanzlicher Basis wie Pestwurz und Balsamkraut, die recht gut untersucht sind. Weniger bekannt ist die in Neuseeland beheimatete sog. Monterey-Kiefer (Pinus radiata), deren Rindenextrakt in der Migräneprophylaxe erfolgreich sein soll.
 
In einer offenen Studie ohne Kontrollarm wurde nun eine tägliche Dosis der Kombination aus 1200 mg Rindenextrakt der Monterey-Kiefer und 150 mg Vitamin C auf ihr Potenzial, Migräneanfälle zu verhindern bzw. ihre Intensität zu senken, untersucht. Die 50 Patienten mit Migräneproblematik wurden angehalten, jeden Morgen fünf Kapseln des pflanzlichen Präparats einzunehmen. Auf die bisher eingenommenen Präparate mussten die Studienteilnehmer während der Studienphase nicht verzichten.
Im Mittel konnte nach drei Monaten eine Verbesserung hinsichtlich der Tage mit Kopfschmerz um die Hälfte erzielt werden. Ebenso war eine signifikante Reduzierung der Kopfschmerzintensität um mindestens 45 Prozent zu beobachten. 16 der verbliebenen 50 Patienten entschieden sich für eine weiterführende Teilnahme an der insgesamt 12 Monate währenden Beobachtung und konnten am Ende dieses Zeitraums einen Rückgang der Häufigkeit und Intensität ihres Kopfschmerzes um mehr als die Hälfte verzeichnen.

Einschätzung
Das in der Studie untersuchte Präparat – so vermuten die Wissenschaftler – wirkt auf der antioxidativen Ebene gegen freie Radikale im Hirn, welche die Migräneattacken triggern. Gerade in der Kombination des pflanzlichen Extrakts mit Vitamin C scheint die Stärke des Präparats zu liegen. Welchen Anteil die beiden Komponenten nun aber jeweils am beobachteten Effekt haben, bleibt in dieser Studie unklar. Die Ergebnisse sind außerdem zunächst zurückhaltend zu bewerten und müssen erst noch in Vergleichsstudien mit einer höheren Probandenzahl validiert werden.
 
Literatur
  1. Chayasirisobhon S. Efficacy of Pinus radiata bark extract and vitamin C combination product as a prophylactic therapy for recalcitrant migraine and long-term results. Acta Neurol Taiwan 2013; 22(1): 13-21 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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