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Mit Zitrusfrüchten gegen den Hirninfarkt

Orangen und Grapefuits senken Schlaganfall-Risiko
Eine Ernährung reich an Früchten und Gemüse, wie sie beispielsweise im Mittmeerraum praktiziert wird, hat positive gesundheitliche Effekte, vor allem auf die Herzgesundheit. Aber welche Früchte sind aufgrund ihrer Zusammensetzung an Flavonoiden und anderen Inhaltsstoffen zum Schutz der Gefäße am besten geeignet? Dieser Frage gehen Wissenschaftler im Rahmen der Nurses‘ Health Studie nach.

In einer großen prospektiven Studie wurde untersucht, welche Früchte hinsichtlich der Schlaganfall-Prävention am erfolgreichsten sein könnten. Dazu werteten die Wissenschaftler Daten zur Ernährungsweise von insgesamt 69622 Frauen aus. In den insgesamt 14 Jahren der Nachbeobachtungszeit dokumentierten die Wissenschaftler rund 1800 Schlaganfälle. Besonders Frauen, die einen hohen Tageskonsum an Flavononen aus Zitrusfrüchten und Säften aus diesen Früchten aufwiesen, profitierten hinsichtlich der damit verbundenen gefäßschützenden Wirkung. Das Risisko, einen Schlaganfall zu erleiden, war bei diesen Frauen um 19 Prozent gemindert.

Einschätzung
Die gewonnene Erkenntnis dieser Studie bestätigt frühere Studienergebnisse, die davon ausgingen, dass ein hoher Konsum von Zitrusfrüchten mit einem niedrigeren Schlaganfallrisiko assoziiert würde. Insbesondere Orangen und Grapefruits sowie aus diesen Früchten hergestellte Säfte scheinen eine hohe gefäßschützende Wirkung zu haben.

Interessant ist, dass die Wissenschaftler die Annahme aus vergangenen Studien, dass das in den Früchten enthaltene Vitamin C für ein vermindertes Schlaganfall-Risiko verantwortlich sei, widerlegen und statt dessen Flavonone als herzschützenden Inhaltsstoff identifizieren konnten.

Man darf jedoch nicht unberücksichtigt lassen, dass jene Frauen, die regelmäßig eine hohe Menge an Flavononen aus Zitrusfrüchten zu sich nahmen, weniger rauchten, mehr Sport ausübten, sich gesünder ernährten und weniger Koffein und Alkohol zu sich nahmen. Der Lebensstil bildet dementsprechend einen nicht zu vernachlässigenden Faktor in der Bewertung der Ergebnisse der vorliegenden Studie.

Besonders beliebt sind im Heimatland dieser Studie, den USA, Fruchtsäfte aus Zitrusfrüchten, die einen Anteil von 63 Prozent in der Ernährung der beobachteten Frauen ausmachten. Angesichts des teils doch hohen Zuckergehalts empfiehlt sich aber eher der Genuss der Früchte an sich.

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Literatur
  1. Cassidy A, Rimm E.B.; O’Reilly E.J., Logroscino G, Kay C, Chiuve SE, Rexrode KM. Dietary flavonoids and risk of stroke in women. Stroke 2012; 43 (DOI:10.1161/STROKEAHA.111.637835/-/DC1) > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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