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Kurkuma bei Darmentzündungen

Wie hoch darf die Dosis bei Kindern sein?
Kurkuma, bei uns als Gewürz, in Indien darüber hinaus auch als Heilmittel bekannt, bietet ein breites Spektrum an heilsamen Wirkungen. Im Vordergrund steht das antientzündliche Potenzial der auch im Curry-Gewürz verwendeten Gelbwurzel, was sie besonders auch als Therapieoption im Einsatz bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen interessant macht. Bisher existieren noch keinerlei Erkenntnisse zur Dosis-Problematik bei Kindern mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Der Aufklärung dieser Frage nahmen sich nun US-amerikanische Wissenschaftler im Rahmen einer vorläufigen, prospektiven Studie an. [1]
 
Elf an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen leidende Kinder erhielten im ansteigenden Modus begleitend zu ihrer Standardmedikation Kurkumin-Extrakt in Kapselform. In den ersten drei Wochen betrug die aufgenommene Menge zwei Mal täglich 500 mg, in den darauffolgenden drei Wochen 1 Gramm, und in den letzten drei Wochen 2 Gramm.   
 
Bis auf zwei Kinder, die über Blähungen klagten, vertrugen die jungen Probanden die relativ hohe Dosis von zwei Mal 2 Gramm Kurkumin-Extrakt pro Tag gut. Unter der zusätzlichen Therapie mit Kurkumin verbesserte sich auch die Aktivität der Erkrankung.

Einschätzung:
Bis zu 8 Gramm Kurkumin-Extrakt täglich vertragen erwachsene Patienten laut einer Studie, ohne dass ein toxischer Effekt zu beobachten wäre. [2] Über die Frage, wie hoch dosiert Kurkuma bei Kindern zum Einsatz kommen darf, ohne unerwünschte Wirkungen zu verursachen, durften Ärzte bisher nur spekulieren. Aus diesem Grund liefert die vorliegende Studie erste, hilfreiche Ergebnisse, die nun an einer größeren Studienpopulation verifiziert werden müssen.

Achtung:
Vor der Einnahme von Präparaten, die Kurkumin enthalten, wird zur Konsultation eines Arztes geraten. Eine Überdosierung (zwischen 8 und 12 Gramm pro Tag) kann zu Reizungen der Magenschleimhaut sowie erhöhtem Gallenfluss führen.
Es sind Fälle bekannt, in denen Kurkuma bei TTP-Patienten (TTP = thrombozytopenische Purpura) lebensbedrohliche Schübe ausgelöst haben.

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Literatur
  1. Suskind DL, Wahbeh G, Burpee T, Cohen M, Christie D, Weber W. Tolerability of curcumin pediatric inflammation bowel disease: a forced-dose titration study. JPGN 2013; 56(3): 277-279 > Abstract
  2. Cheng Al, Hsu CH, Lin JK et al. Phase I clinical trial of curcumin, a chemopreventive agent, in patients with high-risk or pre-malignant lesions. Anticancer Res 2001; 21: 2895-2900 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verursachen Beschwerden, welche die Betroffenen im Alltag deutlich beeinträchtigen. Der Ratgeber beschreibt eine integrative Therapie. [mehr]
 
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