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Gegen Kopfschmerz ist ein Kraut gewachsen

Studie zur Wirksamkeit von Anis-Verbene bei Migräne

Die Blätter der Anis-Verbene (Lippia alba) werden gerne benutzt, um Speisen ein Anis-Aroma zu verleihen. Daneben ist sie auch offiziell als Arzneipflanze anerkannt mit Wirkungen besonders auf das zentrale Nervensystem. Jetzt wurde die Wirksamkeit der prophylaktischen Einnahme von Lippia alba Extrakt bei Migränepatienten in einer nicht kontrollierten Kohortenstudie untersucht (1).

Ungefähr 20% der Patienten nahmen den ersten Kontrolltermin wahr. Diese Zahl verringerte sich beim zweiten Kontrolltermin auf ca. 10%. Bei den verbliebenen Patienten hatten zum ersten Kontrolltermin die Migräneintensität und die Häufigkeit der Migräneattacken signifikant abgenommen. Für den zweiten Termin werden die entsprechenden Ergebnisse nicht genannt. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.

Einschätzung
Da von 313 Patienten mehr als 90% die Studie vorzeitig abgebrochen haben, ist eine überzeugende Auswertung kaum möglich, da man immer annehmen könnte, dass viele Patienten gerade aus Unzufriedenheit über die ausbleibende Wirkung die Studie abgebrochen haben. Die formal richtige statistische Auswertung mit positivem Ausgang kann daher allerhöchstens als schwacher Hinweis gewertet werden. Die Autoren gehen aber auch auf einige Schwächen ihrer Studie ein.

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Literatur
  1. Conde R, Corrêa VS, Carmona F, Contini SH, Pereira AM. Chemical composition and therapeutic effects of Lippia alba (Mill.) N. E. Brown leaves hydro-alcoholic extract in patients with migraine. Phytomedicine. 2011 Nov 15;18(14):1197-201. > Abstract
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Dr. Jürgen Clausen
Fachbereich Wissenschaftliche Recherche und Forschung
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