Joghurt essen, und das Herz freut sich

Natürlicher Schutz vor Herzinfarkt
Eine Gruppe australischer Wissenschaftler hat kürzlich festgestellt, dass regelmäßiger Joghurtkonsum herzschützende Effekte hat.

Im Rahmen einer über fünf Jahre angelegten Studie wurden insgesamt 1080 Frauen im Alter von über 70 Jahren nach ihrem Ernährungsverhalten hinsichtlich Milch und Milchprodukten wie Käse und Joghurt befragt.

Per Ultraschall wurde einmalig gemessen, ob sich erste Gefäßschäden bzw.arteriosklerotische Ablagerungen an der Halsschlagader zeigten. Es stellte sich heraus, dass Frauen, die regelmäßig Joghurt aßen, weniger arteriosklerotische Veränderungen an ihrer Halsschlagader aufwiesen, als jene, die zwar Milch oder Käse, aber weniger Joghurt konsumierten.

Frauen, die täglich mehr als 100 Gramm Joghurt aßen, zeigten im Vergleich mit den zurückhaltenderen Joghurtesserinnen sogar um ein Viertel weniger Gefäßschäden.

Einschätzung
Joghurt schützt das Herz mehr als Milch und Käse, so resümieren die australischen Wissenschaftler der vorliegenden Studie. Warum dies aber so ist, können sie nicht eindeutig erklären, sondern nur vermuten.

Interessant ist, dass bereits eine frühere Studie die herzschützenden Effekte von Joghurt zeigen konnte. Die Wissenschaftler vermuten einen blutdrucksenkenden Effekt der im Joghurt enthaltenen probiotischen Bakterien.

Gleichzeitig verweisen sie aber auch darauf, dass die komplexe Zusammensetzung von Joghurt sowie die darin enthaltenen Probiotika in ihren verschiedensten Formen noch keine eindeutigen Rückschlüsse zuließen, welche Inhaltsstoffe nun im Einzelnen für die gefäßschützende Wirkung des Joghurts verantwortlich sei.

Ob nun geklärt oder nicht: Fest steht, täglich Joghurt essen schadet der Gesundheit gewiss nicht.

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Literatur
  1. Ivey KL, Lewis JR, Hodgson JM, Zhu K, Dhaliwal SS, Thompson PL, Prince RL. Association between yogurt, milk, and cheese consumption and common carotid artery intima-media thickness and cardiovascular disease risk factors in elderly women. Am J Clin Nutr 2011; 94:234-239 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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