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Geranie als Schutz vor AIDS?

Laborversuch zeigt erste Erfolge
Der in Deutschland hauptsächlich unter dem Namen Umckaloabo bekannte Extrakt aus der Kapland-Pelargonie wurde von Wissenschaftlern des Münchener Helmholtz Zentrums im Laborversuch auf seine antivirale Wirkung auf humane Zellkulturen untersucht.

Dabei entdeckten sie, dass hauptsächlich die in der Geranienart enthaltenen Polyphenole das Potenzial haben, die HI-Viren vor dem Andocken an die Wirtszellen und somit das Eindringen in die Zellen zu hindern. Im Vergleich mit dem groben Extrakt erweisen sich die im Versuch verwendeten aus den Extrakten isolierten Polyphenolmischungen sogar als zellschonender. Damit unterschieden sich Extrakte aus der Kapland-Pelargonie in ihrer Wirkweise von anderen, konventionellen Medikamenten zur Bekämpfung des HIV und würden laut Meinung der Forscher eine ideale Ergänzung zu den bereits etablierten Anti-HIV-Therapien darstellen.

Einschätzung:
Besonders für Menschen in Regionen mit beschränktem Zugang zu Anti-HIV-Medikamenten eröffnet sich mit diesem Ergebnis eine Chance im Kampf gegen die immer noch bedrohliche Immunschwäche, denn der Extrakt aus der Kapland-Palargonie ist günstig und einfach herzustellen und überdies noch sehr haltbar. Bevor dieser pflanzliche HIV-Schutz jedoch realisiert werden kann, müssen wie immer Studien am lebenden Menschen die bisher erhaltenen Ergebnisse bestätigen.

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Literatur
  1. Helfer M, Koppensteiner H, Schneider M, Rebensburg S, Forcisi S, Müller C, Schmitt-Kopplin P, Schindler M, Brack-Werner R. The root extract of the medicinal plant Pelargonium sidoides is a potent HIV-1 attachment inhibitor. PloS ONE 2014; 9(1): e87487. doi:10.1371/journal.pone.0087487 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
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