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Fichtenextrakt hilft bei Alzheimer

Studie mit klarem Ergebnis

Die Alzheimer-Erkrankung ist weltweit die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen wahrscheinlich Ablagerungen kleiner, entarteter Eiweiß-Moleküle (Beta-Amyloid-Peptide) im Gehirn, sogenannter Plaques. Ratten mit solchen Ablagerungen im Gehirn wurden jetzt mit einem Fichtenextrakt (Picea abies) behandelt und zeigten danach verbesserte kognitive Fähigkeiten (1).

Die Ratten wurden zufällig auf die Versuchsgruppen verteilt. Nach der Behandlung mit dem Fichtenextrakt bzw. Placebo wurden verschiedene Versuche durchgeführt, um die kognitiven Leistungen der Ratten zu erfassen. Die Gedächtnisleistung der Behandlungsgruppe war um 90% verbessert gegenüber der Placebogruppe und nicht unterscheidbar zur gesunden Kontrollgruppe. Ebenso war die Fähigkeit zum Lernen bei den behandelten Tieren weitaus (ca. 75%) besser ausgeprägt. Das normale Allgemeinverhalten (Aktivität, Fellpflege, Aufrichten der Tiere) unterschied sich in der Behandlungsgruppe kaum von gesunden Kontrolltieren, wich aber in der Placebogruppe deutlich ab.

Der Fichtenextrakt wirkte also typischen Alzheimer-Symptomen deutlich entgegen.


Einschätzung
Angenehm fallen die sehr ausführliche Versuchsbeschreibung und die übersichtliche Darstellung der Daten auf. Zudem liefert die Studie sehr deutliche Ergebnisse trotz der kleinen Anzahl an verwendeten Ratten (acht pro Gruppe).

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Literatur
  1. Fedotova J, Soultanov V, Nikitina T, Roschin V, Ordayn N. Ropren(®) is a polyprenol preparation from coniferous plants that ameliorates cognitive deficiency in a rat model of beta-amyloid peptide-(25-35)-induced amnesia. Phytomedicine. 2012 Mar 15;19(5):451-6. > Abstract
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Dr. Jürgen Clausen
Fachbereich Wissenschaftliche Recherche und Forschung
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