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Endlich auf (pilz)freiem Fuß!

Eine mexikanische Pflanze erweist sich als erfolgreich bei chronischem Fußpilz
Eine Salbe mit dem Extrakt der mexikanischen Pflanze Ageratina pichinensis soll bei Zehenzwischenraum-Mykosen helfen. Die antimykotischen und -bakteriellen Effekte dieser Pflanze aus der Familie der Korbblütler haben sich bereits in vergangenen Studien bei der Bekämpfung des Nagelpilzes gezeigt. Im Rahmen einer Doppelblindstudie wurden zwei verschieden hohe Konzentrationen des Extrakts Encecalin getestet.

41 Patienten erhielten die niedrigdosierte Salbe (0,76 %), 43 die hochdosierte Salbe (1,52 %) und die restlichen 43 verwendeten ein übliches Antimykotikum mit dem Wirkstoff Ketoconazol. Eine deutlich zu erkennende Besserung, allerdings ohne erkennbare statistische Differenz zwischen den einzelnen Gruppen, wurde während der letzten beiden Wochen der Behandlung erzielt. Gleichwohl war die höherprozentige Dosierung der Encecalin-haltigen Salbe etwas erfolgreicher.

Einschätzung
Obgleich keine signifikante Überlegenheit hinsichtlich der Wirksamkeit der Encecalin-Salbe zu beobachten war, weist die verwendete pflanzliche Medikation laut Aussage der Wissenschaftler doch einige Vorteile bzw. Potenziale gegenüber den üblichen fungiziden Mitteln wie Ketoconazol auf.

Da Fußpilz in den Zehenzwischenräumen häufig auch mit einer Bakterienbesiedlung einhergeht, gegen die sich Fungizide allein als erfolglos erweisen würden, böte sich eine Behandlung mit der pflanzlichen Salbe an, da sie auch bakterienhemmende Komponenten enthält – eine interessante Fragestellung für eine weitere Studie.

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Literatur
  1. Romero-Cerecero O, Zampilpa A, Jiménez-Ferrer E, Tortoriello J. Therapeutic effectiveness of Ageratina pichinensis on the treatment of chronic interdigital tinea pedis: a randomized, double-blind clinical trial. J Altern Complement Med 2012; 18: 607-611 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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