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23.06.2015

Dr. Henning Albrecht legt sein Amt als Mitglied des Vorstands nieder

Vielen Dank für 30 Jahre erfolgreiches Engagement
"Als ich im August 1985 nach Essen in den Stifterverband kam, um die Stiftung des fünften Bundespräsidenten aufzubauen, sah die Welt anders aus als heute" – mit diesen Worten hatte Dr. Henning Albrecht sich einmal an seinen beruflichen Werdegang erinnert. Sie beschreiben aber auch in treffender Weise den Verdienst, den er der Komplementärmedizin erwiesen hat.

Denn Naturheilkunde und Homöopathie waren bis dato wenig erforscht und spielten im Gesundheitssystem kaum eine Rolle. An den medizinischen Fakultäten reagierte man mit Zurückhaltung. Die frisch gegründete Carstens-Stiftung war ein wichtiges, aber noch sehr kleines Licht in der Stiftungslandschaft, ihr Förderverein Natur und Medizin hatte gerade einmal 5.000 Mitglieder.

Heute gilt das Schlagwort der Integrierten Medizin als Qualitätsmerkmal. Kliniken kombinieren Schul- und Komplementärmedizin beinahe selbstverständlich zum Wohle des Patienten. Die Wartelisten sind lang, Naturheilkunde und Homöopathie sind gefragt wie nie zuvor. In der Tat: die Welt ist nun eine andere.

Und Dr. Henning Albrecht hat dazu beigetragen. Denn das alles ist möglich, weil es nun eine wissenschaftliche Basis für die genannten Verfahren gibt. Unter Dr. Albrechts 30-jähriger Ägide wurden etwa 200 Promotionen und annähernd 1000 Einzelprojekte gefördert. Alle Meilensteine dieser Zeit hervorzuheben ist kaum möglich, daher seien nur zwei stellvertretend genannt.

So hat die Carstens-Stiftung unter Dr. Albrechts Führung über 10 Jahre lang den Auf- und Ausbau der Modellklinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin an den Kliniken Essen-Mitte unterstützt. Von 2000-2010 konnte eine deutliche Zunahme der klinischen Forschung erreicht werden, insbesondere zur Akupunktur, Blutegeltherapie, der Mind-Body-Medicine sowie zum Heilfasten. Später wurden diese um Verfahren aus der Traditionellen Chinesischen und Indischen Medizin ebenso erweitert, wie um neurobiologische Fragestellungen.

Die gewonnenen Erkenntnisse haben zum Verständnis von Schmerzsyndromen beigetragen; die bestätigten naturheilkundlichen Verfahren bei Fibromyalgie, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wurden zwischen 2007 und 2009 in die Leitlinien aufgenommen.

Mit der Förderung der Stiftungsprofessur an der Berliner Charité von 2008-2013 ist hingegen erstmals in Deutschland Spitzenforschung auf dem Gebiet der Komplementärmedizin im Rahmen einer Professur ermöglicht worden. Gleichzeitig werden an diesem Projekt zwei Motive deutlich, die Herrn Dr. Albrecht in seiner Arbeit für die Stiftung immer angeleitet haben.

Zum einen Objektivität: Die Förderung war als Basisfinanzierung ausgelegt, die Stiftungsprofessorin frei in ihrer Forschungsausrichtung. Das garantierte neutrale Ergebnisse, aus denen sich weitere Forschungsfragen ableiten ließen. Zum anderen Nachhaltigkeit: Denn die gewonnenen Erkenntnisse fließen noch immer in die Ausbildung zukünftiger Ärztegenerationen ein und sichern dadurch eine hohe Behandlungsqualität.

Heute ist die Carstens-Stiftung einer der führenden Wissenschaftsförderer für Komplementärmedizin in Europa. Als Geschäftsführer von 1985-2014 und Mitglied des Vorstands von 2012-2015 hat Dr. Henning Albrecht daran großen Anteil. Dass er nun sein Amt als Vorstandsmitglied niederlegt, ist ein Verlust, den wir bedauern. Es ist aber auch eine persönliche Entscheidung, die wir mit Respekt akzeptieren und auch verstehen.

Wir sind ihm dankbar für all die Jahre in Stiftung und Verein und wünschen ihm in seiner Philosophischen Praxis viel Erfolg und Sinnerfüllung.

Die Welt ist nun eine andere.

Vorstand und Team
der Carstens-Stiftung : Natur und Medizin
 
 
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