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Weniger Viren, mehr Lebensqualität

Birkenrindenextrakt bei Hepatitis C
Aus Russland kommen neue Erkenntnisse, die auf die Wirksamkeit einen Extraktes aus Birkenrinden bei chronischer Hepatitis C hindeuten.

St. Petersburger Forscher haben 42 Patienten beiderlei Geschlechts über 3 Monate täglich einen alkoholischen Birkenrindenextrakt verabreicht und dessen Auswirkungen auf das Blutbild und das Befinden beobachtet. Die Hepatitis C war bei allen Patienten serologisch bestätigt und dauerte im Durchschnitt etwa 7 Jahre an. Kein Patient war in den vorhergehenden Wochen mit Interferonen behandelt worden. Insgesamt erhielten die Patienten täglich 8 Gelatinekapseln mit jeweils 20 mg Birkenextrakt, der zu 75% Betulin und weiteren 3,5% Betulinsäure enthielt.

Bereits nach vierwöchiger Behandlungszeit fanden sich leichte Verbesserungen im Blutbild und deutliche Verbesserungen im Befinden. Nach drei Monaten ging die Viruslast um über 40% zurück, die Leberwerte GOT, GPT und Bilirubin verbesserten sich um 30 bis 60%. Noch deutlicher waren die Verbesserungen im Hinblick auf Erschöpfung (über 80%), Depressivität (75%) und Verdauungsstörungen (100%).

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen ist das natürlich noch kein Beweis der Wirksamkeit eines Birkenrindenextrakts bei Hepatitis C, es fehlt eine Kontrollgruppe, anhand derer man die Effekte validieren könnte. Außerdem fehlen Daten zu möglichen Begleittherapien, die die Patienten möglicherweise zusätzlich probiert haben.

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Literatur
  1. Shikov AN, Djachuk GI, Sergeev DV, Pozharitskaya ON, Esaulenko EV, Kosman VM, Makarov VG. Birch bark extract as therapy for chronic hepatitis C--a pilot study. Phytomedicine. 2011;18(10):807-10 > Abstract
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Rainer Lüdtke
Dipl.-Stat. Rainer Lüdtke
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