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Bienen mögen es gesund

Wie Bienen sich mit Honig vor Infektionen schützen
Bienen müssen es ja am besten wissen, denn sie haben ihn selbst produziert. Die Rede ist von Honig, dessen antibiotisches, -fungales und -virales Potenzial in letzter Zeit vermehrt im Mittelpunkt der Forschung steht.
Biologen untersuchten nun, ob und welchen Honig an einer Infektion erkrankte Honigbienen zur Selbstmedikation wählen. Dabei beobachteten die Wissenschaftler, dass die von ihnen mit dem Darmpilz Nosema ceranae infizierten Bienen besonders Honigsorten mit einem hohen Gehalt an gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen, in erster Linie Sonnenblumenhonig, wählten. Die als Kontrolle dienenden nicht-infizierten Bienen entschieden sich eher für wohlschmeckendere Honigsorten, die aber weniger gesunde Substanzen enthielten. Im Vergleich mit Honigtauhonig, die eine andere als Kontrolle dienende Gruppe verzehrt hatte, bewirkte Sonnenblumenhonig einen deutlicheren Rückgang des Pilzbefalls.
 
Die Maßnahmen der Honigbienen im Falle einer Infektion erscheinen um so plausibler, wenn man das enge soziale Gefüge der Bienen in ihrem Stock bedenkt. Eine Infektion würde sich rasend schnell ausbreiten und könnte so ein ganzes Bienenvolk vernichten. Diese Problematik drückt sich in letzter Zeit weltweit durch vermehrtes Bienensterben aus.

Erstmals konnte gezeigt werden, dass sich kranke Bienen instinktiv für den gesünderen, aber nicht schmackhaften Honig entschieden – eine wegweisende Erkenntnis für die zukünftige Forschung zu gesundheitlichen Effekten von Honig, auch für den Menschen.

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Literatur
  1. Gherman BI, Denner A, Bobis O, Dezmirean DS, Marghitas LA, Schlüns H, Moritz RFA, Erler S. Pathogen-associated self-medication behavior in the honeybee Apis mellifera. Behav Ecol Sociobiol 2014, epub ahead of print, doi:10.1007/s00265-014-1786-8 > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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