Bild fehlt:/media/banner/684x183_aepfel.jpg

An apple a day keeps the doctor away

Äpfel sind gut für Herz und Gefäße
Äpfel mit Birnen vergleichen die Wissenschaftler in ihrer Studie zwar nicht, aber sehr wohl Äpfel mit Spinat. 
Äpfel sind reich an Flavonoiden, die vornehmlich in der Schale zu finden sind. Die sekundären Pflanzenstoffe sind dafür bekannt, die Blutgefäße zu erweitern und somit zur Herzgesundheit beizutragen. Spinat enthält reichlich Nitrat, das nach Umwandlung im Organismus den Blutdruck senken soll, und in dieser Studie als zweite Intervention fungiert. Die Wissenschaftler untersuchten nun im Rahmen einer randomisierten Studie, in welchem Maße diese Effekte bei gesunden Probanden zu beobachten sind.

Die 30 Studienteilnehmer erhielten nach dem Zufallsprinzip insgesamt vier Interventionen. In verschiedenen Kombinationen mussten die Probanden Äpfel mit hohem und/oder niedrigem Flavonoidgehalt sowie Spinat mit hoher Nitratkonzentration (oder eine Kontrolle, bestehend aus Reismilch mit niedrigem Nitratgehalt) über einen Zeitraum von einer Woche zu sich nehmen. Nach einer Woche wurde dann gewechselt, so dass jeder der Probanden die Äpfel mit dem hohen Flavonoidgehalt (184 mg Quercetin und 180 mg Epicatechin) erhielt. Das Ergebnis ist zunächst überraschend: Zwar profitierten die Probanden in den Gruppen, die die Äpfel bzw. den Spinat mit den hohen Werten (182 mg Nitrat) zu sich nahmen, deutlich hinsichtlich der Entspannung der Blutgefäße und des Anstiegs von Stickstoffmonoxid (NO) im Blut. Verzehrten sie jedoch beides in Kombination – Äpfel und Spinat –, so war dieser Effekt nicht zu beobachten.

Einschätzung
Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln und Spinat trägt dazu bei, den Blutdruck zu senken und somit vor Herzerkrankungen zu schützen. Diese Erkenntnis beruht allerdings nur auf den akuten Effekten, die direkt nach dem Verzehr beobachtet werden konnten. Auch ist kein synergetischer Effekt festzustellen, wenn Äpfel und Spinat in Kombination verzehrt werden. Die Ursache für diese Beobachtung ist noch nicht geklärt und muss in weiteren Studien untersucht werden.
Was wir aus dieser Studie aber auf jeden Fall lernen ist, dass die Apfelschale nicht verschmäht werden sollte, da sich gerade in ihr die wertvollen Inhaltsstoffe verstecken.
 
Literatur
  1. Bondonno CP, Yang X, Croft KD, Considine MJ, Ward NC, Rich L, Puddey IB, Swinny E, Mubarak A, Hodgson JM. Flavonoid-rich apples and nitrate-rich spinach augment nitric oxide status and improve endothelial function in healthy men and women: a randomised controlled trial. Free Rad Biol Med 2011 (doi:10.1016/j.freeradbiomed.2011.09.028) > Abstract
Mehr zum Thema: Herz-Kreislauf & Ernährung/Nahrungsergänzung > Weißes Gemüse schützt vor dem Schlag > Joghurt essen, und das Herz freut sich > Mit Zitrusfrüchten gegen den Hirninfarkt > Basenreiche Kost bei Adipositas und Hypertension > Vorsicht bei der Kalziumeinnahme! > Gar nicht bitter: Schokolade für ein gesundes Herz > Alles Käse? > Herzschutz mit Leinöl > Sesamöl als Blutdrucksenker? > Helfen Tomaten bei der Schlaganfallprävention? > Beerig gut fürs Herz > Sind Eier wirklich so ungesund? > Roter Reis: Natürlicher Cholesterinsenker? > Blutdrucksenker Leinsamen? > Bitterschokolade hilft bei Schaufensterkrankheit > Vollkornprodukte schützen Herzinfarktpatienten > Joghurt und Co. als natürliche Blutdrucksenker > Täglicher Eierkonsum schadet dem Herzen nicht > Eier, Cholesterin und Herzgesundheit: Kein Widerspruch > Schwarze Himbeeren - Frühjahrsputz für die Gefäße > Pflaumen: lecker und gesund > Rote Bete: Herzhafter Genuss
 
Diese Seite
per Email versenden
drucken
share on facebook
 
Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
Telefon
Email
Der Ratgeber enthält ein Programm zur Lebensstilveränderung, das in der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde der Kliniken Essen-Mitte erprobt und wissenschaftlich geprüft wurde. [mehr]
 
© 2011-2014 Karl und Veronica Carstens-Stiftung | Im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft | Am Deimelsberg 36 | 45276 Essen | Telefon: +49 0201 563050 | Telefax: +49 0201 56305 30