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Alles Käse?

Täglicher Genuss von Parmesankäse senkt den Blutdruck
Italienische Wissenschaftler untersuchten im Rahmen einer randomisierten Studie mit 45 Patienten die blutdrucksenkenden Effekte des täglichen Konsums einer kleinen Menge eines halbfetten Hartkäses (Grana Padano).

Eine Dosis von 30 Gramm täglich führte innerhalb des Studienzeitraums von zwei Monaten zu einer signifikanten Reduktion des systolischen und diastolischen Blutdrucks.

Entscheidend für die Intensität der blutdrucksenkenden Wirkung scheint der Reifegrad des Käses zu sein. Die Wissenschaftler stellten fest, dass besonders im Käse mittlerer Reife die für den ACE-hemmenden Effekt verantwortlichen Tripeptide in hohem Maße enthalten sind. Tripeptide entstehen während der im Käse ablaufenden Fermentation des Bakteriums Lactobacillus helveticus.

Einschätzung
Abgesehen davon, dass der Grana Padano eigentlich kein echter Parmesankäse ist, überrascht er in dieser Studie doch durch seinen deutlichen Effekt auf den mäßig erhöhten Blutdruck der Studienprobanden.

Bei einem Fettgehalt von 6 Gramm in einer Menge von 30 Gramm Hartkäse ist die Gefahr einer immensen Gewichtszunahme eher gering. Die Bedenken hinsichtlich der hohen Aufnahme Salz während des Käsegenusses – zwischen 130 und 190 Milligramm Salz enthält diese Menge Käse – zerstreuen die Wissenschaftler, indem sie den blutdrucksenkenden Effekt des Käsekonsums als höher ansiedeln, als die für Bluthochdruckpatienten bekannte Maßnahme eines reduzierten Salzkonsums.

Fazit der Wissenschaftler: Der Käse erwies sich bei Patienten mit mäßig erhöhtem Blutdruck als genauso wirksam wie ACE-Hemmer und AT-Blocker – ohne jedoch die bekannten Nebenwirkungen zu zeigen. Dieses vielversprechende Ergebnis sollte jedoch in weiteren Studien noch eingehender untersucht werden.

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Literatur
  1. Crippa G, Bosi M, Cassi A, Rossi F. Effect on blood pressure of dietary integration with grana padano cheese. Final results. In: Abstracts of the American Society of Hypertension, ASH Annual Scientific Meeting (publ. in: J Clin Hypertension, Vol. 14, May 2012) > Abstract
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Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Informationsbeschaffung und Wissensmanagement
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