Wird Grüntee das neue Alzheimer-Medikament?

EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) ist eine Substanz aus dem grünen Tee. Deutsche Forscher haben nun entdeckt, dass EGCG schädliche Eiweißablagerungen, wie sie für die Alzheimer-Erkrankung verantwortlich gemacht werden, auflösen kann (1). Die gleiche Arbeitsgruppe hat schon nachgeweisen, dass EGCG auch die Neubildung solcher Ablagerungen verhindern kann (2).

Einschätzung
Allerdings: das alles sind reine Laborergebnisse an Zellkulturen. Ob die entsprechenden Effekte auch klinisch wirksam sind, und wenn ja, welche Mengen grünen Tees dann getrunken werden müssten, ist völlig unklar. Zu Euphorie besteht daher kein Anlass, bis zur Entwicklung eines Medikaments oder zu klaren Ernährungsempfehlungen ist noch ein weiter Weg.

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Literatur
  1. Ehrnhöfer et al., EGCG redirects amyloidogenic polypeptides into unstructured off-pathway oligomers.. Nat Struct Mol Biol, 2008 > Abstract
  2. Bieschke et al., EGCG remodels mature alpha-synuclein and amyloid-beta fibrils and reduces cellular toxicity.. Proc Natl Acad Scie USA,2010 > Abstract
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